2006 in Kirchzell

Kreis Miltenberg. Blau und Orange waren am Samstag kurz nach 13 Uhr die vorherrschenden Farben auf dem Platz zwischen Feuerwehrhaus und Volksschule in Kirchzell. Antreten zur Begrüßung lautete die Devise. 270 Jungfeuerwehrleute aus dem Landkreis Miltenberg, dem Odenwaldkreis und dem Neckar-Odenwaldkreis waren zum Dreiländertreffen nach Kirchzell gekommen.
"Dies ist bis jetzt die größte Veranstaltung, die für die Feuerwehrjugend in Unterfranken abgehalten wurde", betonte denn auch Winfried Weidner, Bezirksjugendwart der Feuerwehren und Kreisbrandinspektor aus Würzburg.
Bereits zum 16. Mal traf sich die Feuerwehrjugend aus den benachbarten Landkreisen aus Bayern, Hessen und Baden-Württemberg um gegeneinander in verschiedenen Disziplinen anzutreten.
54 Mannschaften traten gegeneinander an. Die Jugendfeuerwehr Kirchzell stellte mit vier Mannschaften die meisten Teilnehmer. Amorbach und Kleinwallstadt waren jeweils mit drei Teams dabei, alle anderen Feuerwehren hatten je eine oder zwei Mannschaften gemeldet.
Wolfgang Schmitt, Kreisjugendwart der Jugendfeuerwehren im Landkreis Miltenberg, bezeichnete das Dreiländertreffen der Jugend als "Spiele ohne Grenzen über Grenzen hinweg" und hieß alle 54 teilnehmenden Mannschaften auf der bayerischen Seite des Odenwalds willkommen. Landrat Roland Schwing betonte in seiner Begrüßungsrede, wie wichtig die Jugendarbeit der Feuerwehren ist.
Dann ging es auch schon los. An neun im Ortskern von Kirchzell verteilten Stationen warteten schwere und weniger schwere Aufgaben auf den Feuerwehrnachwuchs. Aufgaben, die direkt oder indirekt mit der Feuerwehr zu tun hatten. Jeder Feuerwehrkreisverband war dabei für drei Aufgaben verantwortlich.
Koordinationsfähigkeit und Schnelligkeit war etwa beim Schwammspiel an der Station der Niedernberger Jugendfeuerwehr gefragt. Die Feuerwehrkids mussten nasse, von einer Wippe hoch katapultierte Schwämme fangen und in einen Eimer auswringen.
Wasser spielte auch beim "Wassergolf" eine wichtige Rolle. Die Jugendlichen mussten versuchen mit dem Wasserstrahl eines Feuerwehrschlauchs einen Golfball in ein Loch auf einer Schräge zu leiten. Hier zeichnete die Jugendfeuerwehr aus dem Neckar-Odenwald-Kreis verantwortlich.
Ein Hindernis-Lauf der besonderen Art hatten die Feuerwehrler aus dem Odenwaldkreis mitgebracht. Beim Ballparcour mussten jeweils fünf Feuerwehrkids in einer Reihe einen Slalom laufen. Die Schwierigkeit dabei: jeweils zwischen Bauch des Hintermanns und Rücken des Vordermanns waren Fußbälle eingeklemmt, die nicht herunter fallen durften.
An einer anderen Station mussten die Teilnehmer beweisen, dass sie unter anderem einen Kreuzknoten beherrschen und wissen, wie ein Strahlrohr und eine Feuerwehraxt angeknotet werden.
Daneben gab es die Disziplinen "Kastenrennen", "Ringe angeln", "Flaschen treffen" und "Feuerwehrpuzzle".
Während beim letztgenannten ein Bild zusammengesetzt wurde, hatte die Station "Armaturenpuzzle" einen deutlich höheren Schwierigkeitsgrad. Die Kids mussten eine bei Feuerwehren üblichen Armatur bestehend aus einem Druckbegrenzungsventil, Verteiler, Zumischer, Saugkorb, Sammelstück und weiteren Teilen so zusammenbauen, dass kein Teil übrige blieb.
Bei allen Disziplinen konnten die einzelnen Mannschaften Punkte sammeln, wobei jedes Mal die Zeit eine wichtige Rolle spielte.
Am Ende siegte das Team der Jugendfeuerwehr Hesseneck-Kailbach (Odenwaldkreis) mit 844 von 1000 möglichen Punkten. Nur vier Punkte weniger hatte die zweitplatzierte Mannschaft, die Jugendfeuerwehr Hollerbach (Neckar-Odenwald-Kreis). Rang drei belegte der Feuerwehrnachwuchs aus dem Collenberger Ortsteil Fechenbach (Kreis Miltenberg).
Die Siegermannschaften erhielten Pokale, Urkunden und Sachpreise aus den Händen von Bezirkjugendwart Winfried Weidner, Kreisbrandrat Karlheinz Brunner, Kreisjugendwart Wolfgang Schmitt und Landrat Dr. Achim Brötel (Neckar-Odenwald-Kreis), der die grenzüberschreitende Zusammenarbeit der Feuerwehren im Dreiländereck lobte. swo
Bericht: Sven Wostl

Platz Name der Mannschaft Punkte Ldkrs. Bundesland
1 Hesseneck - Kailbach 2 844 ODW Hessen
2 Hollerbach 1 840 NOK Baden-Württemberg
3 Fechenbach 1 812 MIL Bayern
4 Langenelz 1 802 NOK Baden-Württemberg
5 Weckbach 1 791 MIL Bayern
6 Wildensee 1 781 MIL Bayern
7 Umpfenbach 1 780 MIL Bayern
8 Umpfenbach 2 769 MIL Bayern
9 Mainbullau 1 758 MIL Bayern
10 Rippberg 1 745 NOK Baden-Württemberg
11 Neunkirchen 1 740 NOK Baden-Württemberg
13 Bad König - Kimbach 1 737 ODW Hessen
12 Zimmern 1 737 NOK Baden-Württemberg
14 Niedernberg 1 735 MIL Bayern
15 Hettigenbeuern 1 728 NOK Baden-Württemberg
16 Mömlingen 1 725 MIL Bayern
18 Grosswallstadt 1 723 MIL Bayern
17 Wenschdorf 1 723 MIL Bayern
19 Niedernberg 2 716 MIL Bayern
20 Laudenbach 1 715 MIL Bayern
21 Höpfingen 1 707 NOK Baden-Württemberg
22 Kirchzell 4 705 MIL Bayern
23 THW Miltenberg 1 703 MIL Bayern
24 Sulzbach 1 702 NOK Baden-Württemberg
26 Hesseneck - Kailbach 1 700 ODW Hessen
25 THW Obernburg 1 700 MIL Bayern
27 Amorbach 2 699 MIL Bayern
28 Amorbach 3 692 MIL Bayern
29 Röllfeld 1 688 MIL Bayern
30 Fechenbach 2 682 MIL Bayern
31 Bad König - Kimbach 2 676 ODW Hessen
32 Auerbach 2 673 NOK Baden-Württemberg
34 Hesseneck - Schöllenbach 1 666 ODW Hessen
33 Rück-Schippach 1 666 MIL Bayern
35 Weilbach 1 661 MIL Bayern
36 Auerbach 1 657 NOK Baden-Württemberg
37 Haßmersheim 1 656 NOK Baden-Württemberg
38 Wildensee 2 653 MIL Bayern
39 Erbach 1 643 ODW Hessen
42 Brombachtal 1 640 ODW Hessen
41 Rittersbach 1 640 NOK Baden-Württemberg
40 Rothenberg 1 640 ODW Hessen
43 Mudau 1 623 NOK Baden-Württemberg
44 Bürgstadt 1 622 MIL Bayern
45 Kleinwallstadt 2 620 MIL Bayern
46 Kleinwallstadt 1 614 MIL Bayern
47 Donebach 1 582 NOK Baden-Württemberg
48 Amorbach 1 573 MIL Bayern
49 Kirchzell 3 565 MIL Bayern
50 Mömlingen 2 563 MIL Bayern
51 Kirchzell 1 558 MIL Bayern
52 Kleinwallstadt 3 536 MIL Bayern
53 Schloßau 1 526 NOK Baden-Württemberg
54 Kirchzell 2 484 MIL Bayern

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